Elaborierte Definition des ‘Stop Making Sense!’ Slogans

Kurz gesagt bedeutet der krebsuzette-Slogan 'Stop Making Sense!' > 'Sei endlich unvernünftig!'.

Wie aber muss man sich diese Unvernunft genau vorstellen, die uns alle retten soll vor ihrem barbarischen Widerpart, dieser ubiquitären 'Vernunft'?

Es folgt der Versuch einer Abgrenzung:

I. Vernunft

Diese 'Vernunft', "… , die auf der Stufe des Individuums längst wieder der Barbarei verfallen ist.

Barbarei ob der Chuzpe von Politik, Bürokratie und Industrie, uns vorzumachen, diese Welt allen Ernstes via effizient-abstrakt makro-statistischer 'Vernunft' zu einer besseren machen zu können.

Diese 'Vernunft' jedoch kann unsere Welt längst nicht mehr retten."

(Die krebsuzette.org-Initiative)

Diese Vernunft, die wir schleichend zu unserer alleinigen 'Kultur' machten. Die uns einlullte und keine Alternative, keine andere Wahrheit mehr erkennen, geschweige gelten lässt.

Diese Vernunft, die längst Wurzel allen Übels wurde. Inzwischen als beliebtestes, ua. weil plakativ-medien-wirksamstes, Totschlagargument unserer Politiker, Bürokraten und Männager, sowie sonstiger ahnungsloser Koalitionen, etablierter Oppositionen und Konstellationen zur Wahrung des Status Quo gilt.

Diese Vernunft produziert keine wirklichen Lösungen.

Wie sollte sie auch, da, mit Einstein gesprochen, 'das Denken, das die Probleme erst kreierte, diese natürlich nicht lösen' kann.

Wie sollte sie, da sie sich mit Kalkül auf die Werkzeuge kapriziert, die Wahrheiten vertuschen und Ablenkungen produzieren:

a. effizient-abstrakt

Effizienz kann das Individuum nicht retten, im Gegenteil. Effizienz tötet jede Effektivität. Effizienz rettet nur manchen Bonus. Egal, ob in der Lebensmittel-, Pharma- oder Gesundheits-Industrie, etc.:

"In welche Klinik nur würde man sich selbst noch trauen, mit dem Wunsche zu gesunden, wohl wissend, dass nur Effektivität, nicht aber Effizienz einen wahrlich heilen kann?"

Die Abstraktion des Menschenwesens zur leb- und gefühllosen Masse, zur abstrakten Zahl, erhöht die Distanz, vereinfacht die eigene Exkulpation, beruhigt das Gewissen, die Effektivität und somit am Ende manchen Menschen buchstäblich auf diesem Gewissen zu haben:

"Wie weit nur musste man über den Dingen schweben, dass einem die Menschen zu Dingen und derart egal wurden? Nur noch Fliegenschisse auf einem Balance Sheet!?"

b. makro-statistisch

Der Blick auf die grosse Zahl lässt das Einzelschicksal dahinter verschwinden. Gaukelt Besserung vor, verhindert Nachhaken, Erkenntnis und individuelle Qualitätssteigerung. Aber darum geht es ja auch nicht.

Geboten werden soll die schnelle Reaktion, nicht die wegweisende, gar weise Lösung. Die hat eh keiner mehr drauf, und die wirklich grossen Zusammenhänge schon gar nicht. Wie sonst aber soll man komplexe Zusammenhänge lösen ohne ein Denken in Synthese: Killed by the Government oder was ein Stuttgarter Bahnhof mit meiner Chemo-Therapie zu tun hat

Wie sollte sie, da sie sich den Kurzfristig-subjektiven Materialismus auf die Fahnen geschrieben hat.

Wie sollte sie, da sie den Sachzwang als Goldenes Kalb und allein seeligmachend anbetet – und damit doch nur ihr Menschliches Versagen eindrucksvoll dokumentiert: Sachzwang? – Nennen wir es doch Menschliches Versagen!

 

Es wird Zeit für einen allumfassenden Paradigmenwechsel.

II. Unvernunft – oder Stop Making Sense!

Es wird Zeit, diese barbarische Vernunft ganz simpel mit ihrem Antipoden, der Unvernunft, zu bekämpfen, wo immer wir sie treffen. Und gleichzeitig treffen wir sie damit am wirkungsvollsten, denn nichts versteht diese Vernunft weniger freiwillig und gut als die individuelle Unvernunft.

Wir müssen die effizient-abstrakte, makro-statistische Vernunft hinter uns lassen und einerseits zur konkreten, evidenz-basierten Effektivität, andererseits zum Individuum und seinem Wohle als Nukleus künftiger Qualitätsparameter und Etat-Bestimmung kommen.

Ich weiss, das stellt die ganze, uns bekannte Welt auf den Kopf, aber anders werden wir nicht überleben – um es mal ganz verkürzt auf den Punkt zu bringen.

Der kurzfristig-subjektive Materialismus muss dem Langfristig-objektiven Idealismus weichen – so pathetisch sich das auch für manchen anhört.

 

Das Denken und Handeln unter Stop Making Sense!:

1. "Let them shake their groupthink heads at you!"

2. "The reasonable man adapts himself to the world; the unreasonable one persists in trying to adapt the world to himself.
Therefore, all progress depends on the unreasonable man."
– Georg Bernhard Shaw

3. Think Different Spot

"Here's to the crazy ones. The misfits. The rebels. The troublemakers. The round pegs in the square holes. The ones who see things differently. They're not fond of rules, and they have no respect for the status quo. You can quote them, disagree with them, glorify and vilify them. About the only thing you can't do is ignore them because they change things. They push the human race forward. And while some may see them as crazy, we see genius. Because the people who are crazy enough to think they can change the world, are the ones who do."

 

4. Steve Jobs' Commencement Speech

 

5. Thandie Newton TED Talk

Start right at 11:37min! And get carried away by Thandie's passion!

Via TED Talk.

6. Carpe Diem! – The Story of Life. In 5 Akten.

III. Schlussbemerkung

Ich weiss, manch eine/r könnte sagen, dass das alles nicht unbedingt neu ist. Behauptet auch niemand. Innovativ ist es trotzdem, und zwar in diesem Sinne:

a. “Everything that needs to be said
has already been said.
But since no one was listening,
everything must be said again.”
– André Gide


b. "Sometimes Innovation just means Doing Things Right for the 1st Time", wie ich immer gerne sage.

c. Mein …

"Distinctive Leadership Manifesto – 2005
[Outgrow Yourself, Inspire the World!]

I would like us to make a difference finally.
I would like us to stop making sense, ie.:

I. I would like us to grow courageously independent and perfect our individual talents and vision. I would like us to take ourselves seriously – but not all-too important.

I would like us to become a spark – and leave a mark.

II. I would like us to value brilliance over instant gratification. I would like us to curiously question everything – instead of knowing all the answers.
I would like us to long for knowledge in abundance.

I would like us to make ourselves truly redundant.

III. I would like us to grow relevant. I would like us to stop surfing every fad we stumble upon. I would like us to stop looking for distractions, but to wisely create solutions.

I would like us to intuitively live Distinctive Leadership:
outgrow ourselves and inspire the world – for the good, benefit, and wealth of our surroundings and ourselves."

In diesem Sinne!