Schwester Esther freut sich wie ein Schneekönig

Ein Lächeln in der letzten Nacht des Jahres …

Trotz keines Notfalles rief ich am 31. Dezember 2013 gegen 19:45 die mir anvertraute, rund um die Uhr besetzte, absolute Notrufnummer meiner Transplantationsambulanz an.

Von Herzen bedankte ich mich für das vergangene Jahr und die Unermüdlichkeit und das Engagement aller handelnden Personen, immer, werk-, sonn- und feiertags, Weihnachten, Ostern und Pfingsten, an guten und an schlechten Tagen usw., etc., pp.
Schließlich muss genau dies auch dort einmal gesagt werden.

Schwester Esther, die stellvertretend für alle helfenden Hände das Telephon bediente, bedankte sich freudestrahlend, ja, 'freudestrahlend' kann man durch das Telephon hindurch hören, bedankte sich und gestand, das wäre ihr in ihrer ganzen Karriere noch nicht passiert, dass ein Patient hier, zu dieser Gelegenheit, mit dieser Botschaft anruft – und dass sie sich umso mehr freuen würde wie ein Schneekönig.

Ich selbst freute mich daraufhin wie eine Schneekönigin, dass sie sich freute wie ein Schneekönig, und wieder waren zwei Menschen sehr glücklich – an diesem letzten Tage des Jahres, der Schwelle zu vielen bedeutenden neuen Hoffnungen, Träumen, Zielen, Horizonten, Leben. Ein guter Start.

 

Ich erzähle diese kurze Geschichte hier mit der inneren Moral, dass ein kleines Danke an der rechten Stelle nicht allein den Empfänger, sondern auch den Überbringer glücklicher, zufriedener, besinnlicher hinterlassen kann, meint man es nur ernst und aufrichtig genug.

Abschließend bat ich Schwester Esther, ihre Freude und meine Wünsche mit den anderen Diensthabenden zu teilen – von ihrem Lächeln sollten ruhig weitere Menschen in dieser Nacht angesteckt werden. Sie versprach es.

Und Ihr müsst es mir auch versprechen: Seid, bleibt dankbar. Aufrichtig.

Danke.