krebsuzette life/leadership 03: Der Krebs als ultimativer Management-Coach

Während meines aktuellen Fiebers geschrieben:

"… Plötzlich bleiben Ihnen wegen der Krebserkrankung nur noch wenige Monate. Und dann fragen Sie sich: Soll das bereits alles gewesen sein? Ein Job, der Sie nicht fordert. Ein Leben, das Sie nicht fasziniert? Ein ewiger, langweiliger Lauf in diesem Hamsterrad? Welches Vermächtnis hinterlassen Sie der Welt, Ihren Liebsten? Wird man Sie vermissen? Und wenn ja, warum?

Verdammt, denken Sie, anscheinend machen Sie nichts richtig. … Prioritäten verschieben sich, Sie zweifeln an Ihrem Lebenswandel, gar am Sinn des gesamten Lebens. Sie stellen alles infrage.

Und genau hier setzt der Krebs als eine beispielhafte Grenzerfahrung an, die Sie nachdenklich stimmt. … Dann wird es Zeit, etwas zu ändern. Nämlich sich selbst!" …

Die aktuelle Kolumne lesen. Die Kommentare auf der Wiwo-Page verfolgen.

Zwei Outtakes gab es:

Erstens in "1. Prioritäten setzen":

"Steve Jobs, Barack Obama, Seth Brundle (im Film 'Die Fliege') entschieden, täglich das gleiche zu tragen, da es wichtigere Entscheidungen als die der Kleiderfrage gäbe."

Zweitens folgte nach

"2. Positiv denken
Wenn ich einen einzigen Grund nennen müsste, warum ich vergleichsweise erfolgreich und unbeschadet durch meine Krebstherapie ging, ist das eindeutig (auch laut meiner Ärzte) mein ungebrochener Optimismus – gerade an den schwersten Tagen."

in meinem Manuskript die Übersicht einiger interessanter Studienergebnisse:

– "Optimisten erholen sich schneller von zB Herzoperationen, haben gesündere Immunsysteme und leben länger – generell, aber auch wenn sie an Krebs, Herzkrankheiten oder Nierenversagen leiden."
– "Einsamkeit erhöht das Risiko von Herzanfällen bis Demenz, von Depression bis Tod, während mit ihrem Sozialleben zufriedene Menschen besser schlafen, langsamer altern und besser auf Medizin ansprechen. Der Effekt ist so stark, dass ein Ende der Einsamkeit genauso gut für die Gesundheit ist wie das Ende des Rauchens."
– "Menschen mit reichem Sozialleben und warmen, offenen Beziehungen werden nicht krank und leben länger."
– "Es gibt einige Hinweise, dass Meditation das Immunsystem bei Therapien und Krebskranken verbessert, gegen Rückfälle bei Depression schützt, Hautirritationen lindert, den Fortschritt von HIV verlangsamt."
– "Meditation scheint sich, ähnlich der sozialen Interaktion, positiv auf die Signalwege der Stressverarbeitung auszuwirken."
– "… das Geheimnis der Zufriedenheit ist, etwas zu finden, das relevanter ist als du selbst und ihm dein Leben zu widmen."
via brainpickings

Alle meine Kolumnen lesen.