krebsuzette-Relaunch > Sehnsüchtiger, Unvernünftiger, Ungeduldiger. Part II: #savingsomesouls

(Dieser Text ist gleichzeitig der Text der überarbeiteten Website.)

Unter dem Link findet Ihr Part I, Reflexion #stopmakingsense.

Jetzt aber Part II: Vision #savingsomesouls

(Mai 2017: Sehnsüchtiger back-to-the-Roots-Relaunch mit meiner (aktualisierten) rohen, unvernünftigen, ungeduldigen Originalvision – formuliert noch auf der Krebsstation: #talkingtacheles – #stopmakingsense – #savingsomesouls:)


Vision

#savingsomesouls

Lasst uns aufhören, ‘vernünftig’ zu sein! Lasst uns aufhören, geduldig zu sein! Lasst uns aufhören, wegzuschauen. Lasst uns beginnen, unvernünftig zu sein! Lasst uns beginnen, ungeduldig zu sein!
Lasst uns zu den Wurzeln zurückkehren: Lasst uns den einzelnen Menschen wieder zum Nukleus allen unternehmerischen und politischen Handelns machen!

Lasst uns ein paar Seelen, ein paar Leben retten:
1. Lasst uns unsere Vergänglichkeit kultivieren wie unsere Eitelkeiten!
2. Lasst uns unsere Gesundheit bewahren wie unseren Wohlstand!
3. Lasst uns unseren Krebs bekämpfen wie unseren Terror!


Lasst uns unsere Vergänglichkeit
kultivieren wie unsere Eitelkeiten!

Unser Kampf mit dem Krebs kann erst ernsthaft beginnen, wenn wir ihm auf gesellschaftlicher Ebene mit Respekt und auf Augenhöhe begegnen.

Über den Krebs zu sprechen nimmt uns die Angst – und dem Krebs die Macht. So banal es klingt: Aufklärung, das öffentliche Gespräch, gesundes Leben, Lebensqualität und -sinn nehmen dem Krebs viel Angriffsfläche. Aufgeklärt erklärten schon unsere Kleinsten der Industrie, sie wäre nicht ganz dicht, uns sehenden Auges allein ob ihrer Profite und Boni aus der Lebensbahn zu werfen.

Die stärkste Waffe des Krebses ist unsere Angst vor dem Tode. Wir fürchten, was wir nicht kennen – und verdrängen, was wir fürchten. 500.000 Krebskranke und 250.000 Krebstote sprechen eine deutliche Sprache. Halten wir uns nicht länger für unsterblich. Sterben wir nicht länger aus Angst vor unserer Vergänglichkeit.

Wir tabuisieren Alter, Alzheimer, Krankheit, Krebs und Tod, um nicht an unsere Vergänglichkeit erinnert zu werden. Statt sie zu einem wichtigen Teil unseres Lebens, von klein auf, zu machen. Sie zu umarmen. Achtsam. Empathisch. Sozial.

Reflektierten wir unsere Vergänglichkeit, kultivierten sie, lebten im Einklang mit ihr, gäbe es wohl längst ua. keine kanzerogenen Produkte und Stoffe mehr – stehen diese doch in krassem Gegensatz zu unsrem tiefsten Inneren. – Think about it!

Lasst uns ein paar Seelen, ein paar Leben retten!


Lasst uns unsere Gesundheit
bewahren wie unseren Wohlstand!

Die Entstehung des Krebses werden wir erst durch einen Paradigmenwechsel in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wirksam stoppen können: der Krebs kann nicht länger der Preis sein, den wir für Fortschritt und Wohlstand zahlen. Um den Krebs zu stoppen, müssen wir unsere Heiligsten Kühe als erste schlachten:

Gerade Unternehmen tragen als soziale Organisationen bei Aufklärung und Prävention große Verantwortung – für alle Mitarbeiter und Konsumenten.
Unternehmen und Manager sollten über sich hinauswachsen und vorangehen.
Einfacher können sie ihre Corporate Social Responsibility nicht leben.


Detox für Konsumenten

Der Kampf gegen den Krebs ist ein Kampf gegen seine Ursachen. Viele CEOs, Geschäftsführer, und Unternehmer verbannen giftige und kanzerogene Stoffe aus ihren Produkten und Unternehmen. Verbannen auch überflüssige Fette, Salze, Antibiotika, Hormone, Zucker, etc.

Damit retten sie nicht nur ihr eigenes Leben: Die umfassende und nachhaltige Entgiftung von Unternehmen und Menschen, Technik und Chemie, Spielzeug, Lebensmitteln und Kleidung ist der simpelste und effektivste Schritt zu überleben: wir vergiften uns einfach nicht mehr selbst! #stopmakingsense!

Liebe Manager, Unternehmer, und CEOs, lasst uns gemeinsam überlegen, wie wir zigtausende Menschenleben retten können.


Detox für Mitarbeiter

Selbst ua. durch Stress vergiftete Atmosphären sind dem Krebse Nährboden. Umgekehrt verstehen Unternehmen Burn-Out, Krankheit, Krebs immer noch lieber als ‘Stimmungskiller’, denn verzweifelte Hilfeschreie in toxischer Umgebung.

Beides kann man vermeiden. Offenheit, Empathie, Gemeinschaft, Respekt und Fingerspitzengefühl wirken Wunder. Mancher Chef scheint schnell überfordert, aber der Manager muss einfach wieder Mensch werden. #stopmakingsense!

Liebe Mitarbeiter und Manager, erzählt mir Eure Geschichte, damit wir gemeinsam einen Weg finden, Euch und Eurem Unternehmen zu helfen.

Lasst uns ein paar Seelen, ein paar Leben retten!


Lasst uns unseren Krebs
bekämpfen wie unseren Terror!

Gedankenspiel
mit einem Lächeln, das mir im Halse steckenbleibt

Lasst uns unseren Krebs bekämpfen wie unseren Terror:
– Hotlines zur Meldung kanzerogener Produkte/Substanzen
– Zentrale globale Datenbank kanzerogener Produkte/Substanzen
– Verbot der Produktion kanzerogener Produkte/Substanzen
– Verbot der Ein- und Ausfuhr kanzerogener Produkte/Substanzen
– Verbot des Verkaufs/Handels kanzerogener Produkte/Substanzen
– Verbot der Verwendung kanzerogener Produkte/Substanzen
– Verbot der Werbung für kanzerogene Produkte/Substanzen
– Verbot der Glorifizierung kanzerogener Produkte/Substanzen
– Markierung Beteiligter als Kanzerogene / kanzerogene Gefährder
– Kontensperrung, Vermögenseinfrierung Kanzerogener/Gefährder
– Telefonüberwachung aller Unternehmen mit Billigstproduktion
– Ausweisung entsprechender Unternehmen und ihrer Mitarbeiter
– Strafverfolgung aller Kanzerogene und kanzerogenen Gefährder
– Verbot der Gründung kanzerogener Parteien und Mitgliedschaft
– Mobilisierung der Öffentlichkeit bei jedem kanzerogenen Ereignis


Reflexion

Tatsächlich wäre Ähnliches der unvernünftig richtige Schritt, da wir jedes Jahr eine Großstadt an den Krebs verlieren! Viiieeeel zu unvernünftig, oder? Jedes Kind jedoch verstünde diese Logik sofort – sein naiver Ur-Instinkt ist noch nicht verzivilisiert: Wir vergiften uns einfach nicht mehr selbst! #stopmakingsense

Auf Basis unserer ‘Vernunft’ begehen wir bei der Krebs- wie Terrorbekämpfung seit Jahrzehnten den gleichen Fehler: wir verbeißen uns in Symptome – statt die Auslöser, die Ursachen anzugehen.
Vielleicht wollen wir schlicht die unbequeme Wahrheit nicht realisieren:

Wir selbst sind die Kreateure des Krebses und Terrors in der Welt und unserem Hause. Insgeheim wissen wir das. Verdrängen, tabuisieren wir das. Wir selbst. Ursache und Auslöser. Unsere Gier, unsere Arroganz und Ignoranz. Unsere überlebensgroße Angst vor der Wahrheit, diesem Blick in den blinden Spiegel.

Wir setzen immer noch auf reflexhafte Logik und einfachste Antworten, statt auf Weisheit, Weitblick, Empathie. Profane Oberflächlichkeit statt profunder Tiefe. Unserer ‘Vernunft’ ist das Taktisch-Materielle greifbarer als das Strategisch-Nachhaltige. Das Greifbare näher und sicherer als das Fühlbare.

Ich sage nicht, es wird einfach. Es scheint mir nur die einzige Chance, Krebs und Terror minimal-invasiv und nachhaltig zu besiegen. #stopmakingsense


Hilfe für das Kind, das längst in den Brunnen gefallen ist

Ist es unvernünftig, daran zu erinnern, dass jährlich 250.000 Menschen bei uns am Krebse sterben!? Ganze Großstädte wie Aachen, Kiel, oder Chemnitz! Während Politik und Verwaltung zigtausend Millionen für Steuerbetrugsparadiese und Banken, Flughäfen, Rüstungsindustrie, ubiquitäre Bürgerbespitzelung ausgeben!?

Ist es unvernünftig, daran zu erinnern, dass der Krebspatient weiterhin Konsument ist!? Zu hoffen, Industrie und Handel als Sponsoren, Spender, Lebensretter zu gewinnen!? Dass das Sponsoring einer Krebsstation so viel Ruhm, Ehre und Image-Punkte bringt wie das Sponsoring eines Fußballvereines oder Rennfahrers!?

In Zeiten ubiquitär knappster Budgets und unvermindert wachsender Effizienzbestrebungen, können Ärzte die Therapiequalität nur mittels hohen persönlichen Engagements aufrechterhalten, geschweige verbessern.

Ebensowenig kann heute noch die optimal pflegerische Sorge in der Breite garantiert werden. Oktruierte Kompromisse sind an der Tagesordnung. Auch hier: das persönliche Engagement bestimmt die Qualität.

Längst wurde dem Patienten durch die Verwalter der Welt dieser unvernünftige Luxus wegrationalisiert: Lebensqualität (Respekt, Raum, Quality Time, Zugang, Momentum) und Lebenssinn (Betätigung, Bestätigung, Bedeutung).

Genau jetzt aber – in der Therapie – braucht man neben den 100% Engagement der Ärzte und Pflege, unvernünftigerweise diesen Luxus aus Lebensqualität und Lebenssinn, um die Konsequenzen von Diagnose und Therapie ieS zu verarbeiten. Meine 8-monatigen Erfahrungen aus 1. Hand sprechen da Bände.

Lebensqualität:
ersetzt das fehlende Zuhause in den Zeiten der Therapie. Lebensqualität ist der manifestierte Respekt vor dem todkranken Menschen. Der Zugang zu einem normalen Alltag. Zusätzliches Momentum körperlicher Genesung.
Hier könnt Ihr uns mit Spenden unterstützen.

Lebenssinn: Lebenssinn? Wieso solltest Du ohne Lebenssinn, ohne Träume, Ziele, und Sehnsüchte Deinen Kampf gegen Deinen Krebs überhaupt gewinnen wollen?
Ohne wirkliches Ziel vor Augen kommst Du schnell vom Wege der Heilung ab.

Eine Krebsdiagnose ist kein Todesurteil. Lange hadern jedoch wird schnell zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Patienten & Angehörige, sowie Manager müssen ermutigt und ermächtigt werden, ihrem Krebs auf Augenhöhe zu begegnen:


Hilfe, Rat und Unterstützung für Patienten & Angehörige

Patienten und Angehörige bleiben in der schwierigsten Zeit ihres Lebens oft auf sich allein gestellt. Hilflos. Ohnmächtig. Niemand bereitet sie vor, begleitet sie, steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite, kann sich wirklich in ihre Situation einfühlen. Aber alle wissen es besser.

Liebe Patienten und Angehörigen, lasst uns versuchen, Euch wieder Lebensqualität und -sinn zu geben, um die Kräfte zu mobilisieren, die Ihr jetzt so dringend braucht.


Life/Leadership für Führungskräfte

Nirgendwo werden Vergänglichkeit, Krankheit, Krebs und Tod stärker tabuisiert als in den Top-Positionen von Wirtschaft, Politik, Entertainment oder Sport.
Krankheit und Krebs kann man im Zweifel nur besiegen, indem man sie fokussiert, respektiert und zu seinem Freunde macht – so seltsam das klingt.

Liebe Manager, lasst uns Eure Prioritäten gemeinsam neu ordnen, Eure Vision relevant reformulieren. Wahre inspiration/leader machen das.


Erfahrungsberichte und Learnings für Ärzte und Pflege

Selbst gestandene Ärzte haben manchmal Schwierigkeiten, dem Patienten die Diagnose Krebs zu überbringen. Das ist nur menschlich. Oft sind Assistenzärzte und junge Pflege nur unzureichend auf den Tod – und auf mit diesem Tode ringende Patienten – vorbereitet.

Liebe Ärzte, Pflege, Klinikdirektoren und -Vorstände, lassen Sie uns eine Bewegung an Ihrer Klinik, et al. starten!

Lasst uns ein paar Seelen, ein paar Leben retten!