‘Jamaika’ versinkt in Paradise Papers und Plastikmüll

Letzte Woche warf mir noch jemand anlässlich meines Posts “‘Jamaika’, die Insel der Ahnungslosen oder Warum Zukunft bei uns Neuland bleibt” vor, die Politik zu verachten, gar angeekelt zu sein von ihr. Ich widersprach vehement, bleibe ich doch der Meinung, dass wir ohne Politiker, parlamentarische Demokratie und sich engagierende Bürger längst vom Plastik- und Paradise-Paper-Wahnsinn begraben wären – im wörtlichsten Sinne.

Wie wenig Politik heute tatsächlich noch auszurichten, zu verhindern, oder gar zu gestalten vermag, zeigt sich jedoch dieser Tage wieder eindrucksvoll auf dem Kontinuum von Plastikmüll bis Paradise Papers.

An beiden Enden des Kontinuums stehen Industrie und Wirtschaft, sowie die Gier Einzelner und fackeln unsere Welt kaltlächelnd ab. Koste es, was es wolle, und seien es unser aller Leben.
Die Politik hält nicht nur still, sondern ist laut Papers mit mindestens 120 Politikern in 50 Ländern beteiligt. Vom Plastikmüll, der Kreuzfahrtschifffahrt, der Autoindustrie – wie wir erkennen mussten – ganz zu schweigen.

Statt die richtigen Weichen zu stellen, statt dem grauslichen Tun allüberall Einhalt zu gebieten, schaut die Politik im besten Falle weg, im schlimmsten Falle ebnet sie die Wege in Steuerparadiese hinein, in die ubiquitäre Umweltverschmutzung, in den Massenselbstmord unserer Gesellschaft und Welt – alles zum Wohle unserer Arbeitsplätze.

In 200 Jahren, falls wir noch existieren, werden sich unsere Nachfahren ähnlich bestürzt über die Arbeitsplatz- und Klimawandellügen unserer Politik zeigen wie wir uns über die mittelalterlichen Hexenverbrennungen, Kreuzzüge, Inquisition der katholischen Kirche.

Wir sind heute das neue Mittelalter, die neuen Barbaren bar jeder Kultur und Zivilisation, bar jedes gesunden Menschenverstandes und langfristiger Vision.

Wir sind die Lemminge unserer Zeit. Wir sind die Kulisse, das Publikum, die Klaqueure. Wir lassen den Untergang unserer Welt zu und schauen weg. Wir sind die neuen – und letzten – Wilden. Wir sind das Ende. Die Umarmung. Der Kuss. Der Schluss.

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