Der schwache Bürger als Ideal der Politik? – Repost 2009

Der Bürger ist Entscheider im Staate. Er ist Aktionär und wählt, wer sein CEO sein soll. Der Bürger ist Mitarbeiter des Staates – und auch sein Kunde. Dies ist die Dreifaltigkeit, der die Politik huldigen sollte.

Das Ende der Souveränität
Leider hat die Politik genau das noch nicht verstanden. Sie nimmt das Geld des Bürgers, vernichtet es. Nimmt die Würde und Freiheit des Bürgers, vernichtet sie. Sie nimmt seine Kaufkraft, Kreativität und Innovationskraft und vernichtet sie – damit der Bürger ihr ausgeliefert ist. Damit er an ihrem Tropfe hängt. Damit er abhängig ist. Lethargisch. Dem Tode geweiht.

Das Ende der Medien
Um aber vollkommen sicher zu sein, bemächtigt sich die Politik der Medien, kauft deren Seelen für das gute Geld des Bürgers und läßt ihn von diesen Medien auf seine Kosten betäuben.

Das Ende der Aufsicht
Da der Wähler meint, nicht sein eigenes Geld in das Unternehmen ‘Staat’, in die Gesellschaft zu investieren, kümmert er sich auch nicht wirklich um dessen Ver(sch)wendung – weder passiv, indem er sich dafür interessiert, noch pseudo-aktiv, indem er durch Wahl über dessen Verwendung mitentscheidet, noch wirklich pro-aktiv, indem er für die sinnvolle Verwendung seiner Gelder auf die Strasse oder in die Aufsichtsrats-Sitzungen in Berlin geht (die dann regelmäßig ausfallen, nein, es hat noch keine stattgefunden).

Das Ende von allem
Was für eine traurige Politik ist das, was für eine traurige Gestalt von Politik und Politiker, die einen schwachen Bürger als ihr Ideal ansieht? Wie nur kann man als Einzelner, als Gruppe, als Bande stolz sein, Millionen Menschen zu lähmen, wie kann man stolz darauf sein, sich seine eigene Zukunft und die von Millionen Menschen zu verbauen?

Wie kann man Millionen Menschen für dumm verkaufen wollen und alles daran setzen, dies dann auch zu tun?

Die Politik versteht den Bürger als fremden Stamm. Ungefähr so, wie die Medien das Internet. Ein fremder Stamm, der unter Kontrolle gebracht, bekämpft, wenn nicht gar vernichtet werden muß, damit man wieder ruhig schlafen kann.

Ein unberechenbarer, unterprivilegierter Stamm, der nicht der Hochkultur aus Medien, Wirtschaft und Politik entspricht. Wilde, die nicht verstehen, um was es wirklich geht, die sich gegen ihre Domestikation wehren.

Eine Gesellschaft braucht eine Vision
Wieviel stärker könnte die Politik sein, entwickelte sie eine Vision, die den Bürger miteinbezieht, eine Vision, die ihn selbst, seinen Wohlstand, mental und materiell, in den Mittelpunkt allen Denkens und Handelns, aller Strategien stellt?

Wieviel stärker könnte die Politik sein, hätte sie all ihre Aktionäre auf ihrer Seite, würde sie ehrlich Seite an Seite mit ihnen voranschreiten in die Zukunft?

Wieviel stärker könnte die Politik sein, würde sie nicht arm gegen reich, jung gegen alt, arbeitslos gegen arbeitend, Mann gegen Frau, Innovation gegen Tradition, Jeden gegen Jeden ausspielen? Und sich selbst als fehlerlos, unfehlbar gar präsentieren und gerieren?

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Dies ist Part 03 und Ende einer kleinen Reihe. Part 02 > “Internet-Phobie? Nein, das ist die Angst der Politik vor den Menschen!”. Part 01 > “Das Gespräch ist die gefährlichste Privatkopie!”.

– Repost vom 14.Dez 2009 (Originaltitel: Der Bürger als Aktionär des Staates)

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